Heraus zum Antikriegstag!

7. August 2024

Seit nunmehr über zwei Jahren ist das politische Klima der Bundesrepublik stark vom Krieg in der Ukraine geprägt. Im Bewusstsein der Menschen ist dieser momentan vom Krieg in Gaza fast gänzlich überschattet. In beiden Fällen eskaliert die Bundesrepublik – statt auf diplomatische Initiativen zu pochen – mit Waffenlieferungen

Die Ampelregierung droht der Bevölkerung damit, Deutschland müsse wieder „kriegstüchtig“ werden. Das heißt übersetzt: Debatten um die Wiederaktivierung der Wehrpflicht, massive Aufrüstungspakete begleitet von Verelendung im sozialen Bereich durch Einsparungen in Rente, Bildungssystem und der Gesundheitsversorgung sowie die ideologische Mobilmachung für den großen Krieg

Am Beispiel des neuen Veteranentages sehen wir, wie diese Mobilmachung auch auf einen vollständigen Gesinnungswandel innerhalb der deutschen Bevölkerung abzielt. Das Sterben für deutsche Großmachtträume soll glorifiziert werden. Pistorius spricht vom Aufbau einer „kriegstüchtigen Führungsorganisation“, NATO und Bundeswehr sollen als Garant für den Frieden verklärt werden, der Krieg als notwendiges Mittel der Politik. Besuche von Jugendoffizieren an Schulen, Angriffe auf die universitäre Zivilklausel, Bundeswehreinsätze im Inland, Verleumdungen und Repressionen gegen die Friedensbewegung besonders im Hinblick auf die Palästinasolidarität gehören mittlerweile längst zum Alltag. 

Als Vereinigung, die aus den Erfahrungen mit dem Hitlerfaschismus heraus, den Erfahrungen mit dem zweiten Weltkrieg, gegründet wurde, haben wir keine Illusionen in den deutschen Militarismus und seine Aggressivität. Wir wissen, dass Militarisierung, Sozialabbau und die Einschränkung demokratische Rechte den Nährboden schaffen, auf dem der Faschismus gedeiht

Deswegen müssen wir als Antifaschistinnen und Antifaschisten am 1. September auf die Straße und fordern von der Bundesregierung:

  • Stopp aller Waffenlieferungen und Auslandseinsätze! Für Verhandlungen und Waffenruhe!
  • Keine Aufrüstung der Bundeswehr! Investitionen in Bildung, Gesundheit und Klimaschutz!
  • Schluss mit der Mobilmachung! Kein Werben fürs Sterben! Bundeswehr, Hände, weg von Schulen und Hochschulen! 

Aufruf der VVN-BdA Baden-Württemberg

In Karlsruhe organisiert das Friedensbündnis am Sonntag, den 1. September 2024 auf dem Schlossplatz beim Karl-Friedrich-Denkmal eine Kundgebung. Ab 17:00 Uhr legen wir gemeinsam das Peace-Zeichen aus Blumen und es gibt Musik. Ab ca. 17:30 Uhr folgen Redebeiträge  beteiligter Organisationen zu verschiedenen Themen von Krieg und Frieden.

Landesweite Demonstration gegen soziale Ausgrenzungen, Abschiebungen und Rassismus

19. Juni 2024

Mehr Infos: Auf das Bild klicken.

Abfahrtszeit aus Karlsruhe: Treffen 12.30 Uhr Südeingang Hbf Karlsruhe Abfahrt 12.55 Uhr (Bus EV)

Protest gegen AfD-Kundgebung auf dem Marktplatz

30. Mai 2024

Botschaft der Nachkommen von Widerstandskämpfern und Widerstandskämpferinnen

26. Mai 2024

Kein Platz für die AfD in Durlach

21. Mai 2024

8. Mai – Tag der Befreiung – Erinnern und Kämpfen

29. April 2024

Am 8. Mai findet anlässlich des Jahrestags der Befreiung von Faschismus und Krieg wieder unsere traditionelle Saalveranstaltung im Ver.di-Haus statt. Es kommen Joachim Guilliard vom Heidelberger Forum gegen Militarismus und Krieg, sowie Michael Csaszkóczy und Friederike Fießer mit Liedern von Verfolgung und Widerstand.

8. Mai 2024 um 18.30 Uhr im Verdi-Haus (Ruppurrer Str. 1a)

Save the Date: 8. Mai 2024

19. April 2024

Vormaifeier DGB Karlsruhe-Land

19. April 2024

1. Mai – Tag der Arbeit

19. April 2024

Am 1. Mai beteiligen wir uns wieder mit einem Infotisch beim DGB-Fest auf dem Marktplatz. Los gehts um 10.30 Uhr mit der Auftaktkundgebung auf dem Friedrichsplatz. Anschließend Maidemonstration zum Marktplatz, wo um 12.05 Uhr die Hauptkundgebung beginnt. Komm vorbei und lerne uns kennen.

13. April 2024: Protest gegen „Frühlingsempfang“ der Landesgruppe der AfD-Bundestagsfraktion

13. April 2024

Am 13. April lud die Landesgruppe Baden-Württemberg der AfD-Bundestagsfraktion zum „Frühlingsempfang“ in die Badnerlandhalle in Karlsruhe-Neureut. Das Netzwerk Karlsruhe gegen Rechts organisierte unter dem Motto „Machen wir es ihnen ungemütlich“ einen Gegenprotest. Dass dieser zustande kam ist schon ein politischer Erfolg, denn es war das erste Mal, dass das Netzwerk gegen Rechts einen direkten Gegenprotest auf der Straße organisiert hat. Eintausend Bürgerinnen und Bürger folgten dem Aufruf und sorgten für einen bunten und vielfältigen Protest. 

Allerdings war es der AfD im Vorfeld gelungen, den Gegenprotest auf Abstand zu halten. Hierzu meldete die rechtsextreme Partei eigens eine (Schein-)Kundgebung an – und zwar direkt vor dem Haupteingang der Badnerlandhalle, also genau dort, wo das Netzwerk gegen Rechts zeitlich früher seine Kundgebung angemeldet hatte. Das Ordnungsamt entschied nun, trotz Erstanmeldung durch das Netzwerk gegen Rechts, der AfD den Vorzug zu geben. Der antifaschistische Protest musste der rassistischen Hetzveranstaltung weichen. Die Polizei gitterte die Örtlichkeiten in einem Großeinsatz entsprechend ab.

Fragwürdig war auch das Verhalten des Ortschaftsrates von Karlsruhe-Neureut. Als Verwalter der Badnerlandhalle könnte dieser an den entsprechenden Stellschrauben drehen, um die AfD und ihre rechte Hetze aus den stadteigenen Räumlichkeiten fernzuhalten. Das wurde aber trotz schriftlicher Aufforderung des Netzwerks gegen Rechts nicht getan. Die Badnerlandhalle ist längst Teil rechter Infrastruktur in Karlsruhe geworden. Neben Großveranstaltungen findet hier der monatliche AfD-Stammtisch im Restaurant der Badnerlandhalle statt.

Dagegen war der Protest, an dem auch Familien mit Kindern teilnahmen, ein voller Erfolg. Direkt anschließend an den lautstarken Gitterprotest gab es auch eine Kundgebung, auf der u.a. die VVN-BdA einen Redebeitrag hielt. Dieser setzte den Schwerpunkt auf die Verantwortung der Regierungspolitik für Krise und Krieg, die so gerade auch der AfD Gründe für deren Politik liefert. In der Rede hieß es: „Da werden über 2% des Bruttoinlandsprodukts für Hochrüstung und Kriegsführung ausgegeben. Es ist absehbar: Wenn die 100 Mrd.€ Kriegskredite aufgebraucht sind, werden dauerhaft mindestens 35 Mrd.€ jährlich aus dem regulären Bundeshaushalt in den Kriegshaushalt umgeleitet werden müssen. Irgendwo muss das Geld ja herkommen. Das bedeutet im Klartext: 35 Mrd. € werden spätestens ab 2027 in den Bereichen Soziales, Bildung und Gesundheit gekürzt. Anders ist das 2%-Ziel gar nicht einzuhalten. ‚Zeitenwende‘ nennen sie es – in Wahrheit ist das Sozialabbau und Krieg! Damit wird der soziale Nährboden für den weiteren Aufstieg der AfD und anderer rechtsextremer und neonazistischer Kräfte geschaffen. Um die Rechtsentwicklung zu stoppen – und damit auch den Aufstieg der AfD – müssen die Kriegs- und Krisentreiber gestoppt werden. Stehen wir gemeinsam ein für eine konsequente Friedenspolitik, die zugleich den Weg zu einer solidarischen, gerechten und menschenwürdigen Gesellschaft ebnet.“

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