Positionen zum Antikriegstag 2026

29. August 2026

Unsere antifaschistische Alternative beginnt beim „Nein zur Wehrpflicht“. Wir wollen, dass die Kinder und die Jugend dieses Landes mit uns gemeinsam das Zukunftsprojekt „Nie wieder werden wir Krieg führen“ aufbauen. Nie wieder sollen junge Menschen zu Kriegs- und anderen Zwangsdiensten gezwungen werden. Sie sollen die Freiheit haben ihre Kreativität, ihr Können, ihre Fähigkeiten für die Entwicklung und den Bau von klimafreundlichen, sozial nützlichen, den Menschen helfenden technischen und technologischen Geräten und hilfreichen Kommunikationsstrukturen einzusetzen. Über alle Grenzen hinweg sollen sie Kolleg:innen und Freund:innen in anderen Ländern freundschaftlich kennenlernen und gewinnen können, entsprechend ihren Wünschen und diplomatisches Aushandeln lernen. Nie wieder darf die Jugend zum Kanonenfutter werden, weder für ein Angriffsbündnis wie die NATO, das sich verlogen Verteidigungsbündnis nennt, noch für die Rüstungsunion EU, die sich verlogen Friedensprojekt nennt.

Die Werte, die täglich von uns erarbeitet werden, wollen wir für den Um- und Rückbau der Rüstungsindustrie in zivile Bereiche verwenden, für sozial und ökologisch nützliche Produkte und für ein menschenwürdiges Gesundheits-, Pflege, Bildungs- und Rentensystem und für mehr freie Zeit. Geld ist wirklich genug da. Allein mit den 1.000 Mrd., die die alte und aktuelle Bundesregierungen und den 800 Mrd. Euro, die die EU-Kommissionen für Rüstung und Rüstungsinfrastruktur zusätzlich zu den bestehenden Rüstungsbudgets an die Aktionär:innen umverteilen, kann unsere antifaschistische Vision finanziert werden.

Wir wollen ein gutes Leben für alle, an dem sich alle beteiligen, mit mehr freier Zeit zum Leben, Lieben, Lachen, Lernen und Kreativmöglichkeiten. Alle sollen in guten finanziellen Verhältnissen leben können, damit sie nicht gegeneinander in Konkurrenz treten und sich bekämpfen müssen.

Dafür wollen wir gemeinsam gegen die kämpfen, die uns das nicht zugestehen, gegen die Aktionär:innen und ihre Helfershelfer:innen in den Regierungen und kriegstreibenden Parteien. Alle Menschen sind gleich geboren, für alle gelten die gleichen Menschenrechte. Deswegen wollen wir mit allen Menschen in Frieden leben, unabhängig von Grenzen, Hautfarbe, Alter oder Geschlecht.

Das ist unser antifaschistisches Projekt.

Den ganzen Flyer der VVN-BdA Baden-Württemberg zum Antikriegstag 2026 gibt es hier:

Antikriegstag 2026

19. August 2026

Das Friedensbündnis Karlsruhe ruft zur Kundgebung am Antikriegstag auf:

1. September 2026, 17:00 – 19:00 Uhr auf dem Schlossplatz
17:00: Peace-Zeichen legen mit Blumen
17:30: Redebeiträge, u.a. Deutscher Gewerkschaftsbund, Friedensbündnis Karlsruhe, OTKM, ver.di-Jugend + Musik mit Mr. Bookwood

Sozialstaat schützen. Soziale Rechte verteidigen.

18. August 2026

Kein Tag vergeht ohne neue Pläne der Bundesregierung zum Sozialabbau. Hier eine unvollständige Liste der bisher verabschiedeten oder geplanten Grausamkeiten:

Abschaffung Bürgergeld, eine grundfalsche Gesundheitsreform, dramatische Kürzungspläne bei der Pflege, Ausweitung der Befristungen, Angriff auf den Achtstunden-Tag und die tägliche Botschaft, dass wir alle zu faul sind und mehr arbeiten müssen. Krankmeldung ab dem ersten Tag, weil wir alle angeblich ständig blau machen, Kürzungspläne beim Wohngeld, beim Unterhaltsvorschuss, beim Bafög, beim Elterngeld, bei Psychotherapien und ein Rentenpaket aus länger arbeiten und weniger Rente. Und dazu kommen die teilweise brutalen Kürzungen in den Städten und Gemeinden, die systematisch zu wenig Geld für ihre Aufgaben erhalten.

All diese Leistungen, die jetzt eingeschränkt und abgebaut werden, haben wir uns hart verdient. Das sind keine Almosen.

Die Bundesregierung unternimmt noch nicht einmal in Ansätzen den Versuch, Lasten gerecht zu verteilen. Die Schonpolitik für die Reichen und die massiven Kürzungen für alle, die nichts oder wenig haben, gehen an das Fundament der sozialen Marktwirtschaft. Hunderte Milliarden Euro mehr für Verteidigung werden jetzt eins zu eins beim Sozialstaat weggenommen: das ist ein Spiel mit dem Feuer, denn die Feinde der Demokratie stehen längst bereit, dass Ruder zu übernehmen. Mit fatalen Folgen für uns alle.

Deshalb gehen wir am 26. September bundesweit auf die Straße.

6. August: Hiroshima-Gedenktag

19. Juli 2026

Vor 81 Jahren löschten US-Atombomben am 6. August 1945 in Hiroshima und drei Tage später in Nagasaki innerhalb weniger Minuten das Leben von über 100.000 Menschen aus. Zirka 130.000 weitere Menschen starben in den folgenden Monaten. Die andauernden Proteste gegen Atomwaffen in Erinnerung an Hiroshima haben seither dazu beigetragen, einen weiteren Einsatz von Atombomben zu verhindern. Doch die Gefahr eines Atomkrieges war noch nie so groß wie heute! Die NATO-Staaten, darunter auch Deutschland, rühren die Kriegstrommel und rüsten massiv auf, um „kriegstüchtig“ zu werden – auch atomar. Zwar hat Donald Trump die Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen im Mai diesen Jahres abgesagt, doch nun verkündete Kanzler Merz im Zuge des NATO-Gipfels im Juli den Kauf eigener Mittelstreckenwaffen vom Typ Tomahawk. Dabei handelt es sich um atomar bestückbare Erstschlagwaffen, die bis 2019 noch verboten waren (INF-Vertrag). Im Falle eines Atomkrieges würde Deutschland damit zum sicheren Kriegsschauplatz werden.

Für eine neue Entspannungspolitik

  • Sofortige Unterzeichnung der ICAN-Erklärung zum völkerrechtlich verbindlichen Verbot von Atomwaffen durch die Bundesregierung!
  • Abschaffung aller Atomwaffen!
  • Sofortiger Abzug aller US-amerikanischen Atomwaffen aus Deutschland!
  • Keine Stationierung atomar bestückbarer Mittelstreckenwaffen in Deutschland!
  • Keine deutsche Atombombe und keine europäische atomare Teilhabe!

Schluss mit Militarisierung und Hochrüstung!
Investitionen in Bildung, Gesundheit und Soziales!

Wir sind hier! Ettlingen bleibt bunt

6. Juli 2026

Aus dem Aufruf:

Am 16.07. soll der neue Fraktionsvorsitzende der AfD im Landtag von Baden-Württemberg nach Ettlingen kommen. Ettlingen zum Schnellroda zu machen, zum Treffpunkt der neuen äußersten Rechten, ist Ziel des AfD-Stadtrats Thomas Möckel, der für die Ettlinger AfD im Stadtrat sitzt und markante Verbindungen zur rechtsextremen Szene Europas pflegt. Erst im März lud der Verein „Gedankenheim“ die Gallionsfigur der Identitären Bewegung, Martin Sellner, ein, um seine menschenverachtende Ideologien vorzustellen. Möckel moderierte die geschlossene, streng geheime Veranstaltung. Anwesend waren auch andere Führungspersonen der äußersten Rechten.

Wir – das ist ein breites Bündnis aus 21 Organisationen, Institutionen und Parteien, das sich für ein demokratisches und tolerantes miteinander einsetzt. Wir sind solidarisch mit allen Menschen, die aufgrund rechtsradikaler Ideologie täglich in Angst leben müssen. Wir stehen für die Menschenwürde, die Freiheit und die Gleichheit aller Menschen. Wir nehmen nicht hin, dass sich rechtsextreme, hetzende Ideologen ohne Widerspruch in unserer Stadt und Region breit machen. Und wir fordern alle Verantwortlichen in Ettlingen und Umgebung auf, dieser gefährlichen Ideologie und ihrer Anhängerschaft keine Bühne mehr zu geben.

Wir aber wollen, dass unsere Stadt und die Region bunt und vielfältig bleiben und sich alle Menschen hier wohlfühlen können – egal welcher Herkunft, Sprache, Religion, Sexualität, Meinung oder persönlicher Verfassung.

Rassismus hat bei uns keinen Platz.
Wir sind die Mehrheit!
Seid dabei!

Sozialstaat verteidigen! 11. Juli, 11 Uhr, Festplatz

2. Juli 2026

Hymne, Fahne, Kettensäge – Die Bildungspolitik der deutschen und internationalen Rechten

7. Juni 2026

Die AfD gibt sich im Stuttgarter Landtag als Verteidiger von Meinungsfreiheit und offenem Dialog. Doch wie sieht die Realität dort aus, wo ihre Vorbilder an der Macht sind? Bei Meloni und dem abgewählten Orban? Im Trump-Land zum Beispiel versuchen sie, Bildungseinrichtungen ihr Geschichtsbild aufzuzwingen. Lehrkräfte werden eingeschüchtert und entlassen. Im Milei-Land erhöhen Privatisierungen die soziale Selektion, die Gewerkschaften werden in ihren Rechten beschnitten. Was also müssen wir von unseren „Rechtsaußen“ erwarten? Was wollen sie im Ländle und in Sachsen-Anhalt, wo der stramme Nationalist Hans-Thomas Tillschneider Kultusminister werden könnte?

Darüber spricht Erhard Korn, Mitglied im Vorstandsbereich Grundsatzfragen der GEW Baden-Württemberg.

5. Juli: Friedenskonferenz Südwest

6. Juni 2026

10. Juni: Demo gegen Sozialabbau und Kürzungspolitik

3. Juni 2026

10. Juni um 17 Uhr am Verdi-Haus (Rüppurrer Str. 1a)

Die VVN-BdA Karlsruhe ist Teil des Bündnisses „Sozialstaat“. Weitere Infos gibt es: hier.

Stopp den Abbau des Sozialstaats!

22. Mai 2026

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