Proteste gegen den Naziaufmarssch am 23.2.2019 in Pforzheim
18. Februar 2019
Die VVN-BdA Baden-Württemberg ruft zur Teilnahme an den Protesten gegen den größten Nazi Aufmarsch in Süddeutschland auf.
Jahr für Jahr nutzen Nazis der verschiedenen Gruppen den Jahrestag der Bombadierung von Pforzheim um an „deutsche Opfer“ zu erinnern. Sie betreiben dabei neben Geschichtsfälschung auch rechte Propagenda.
Seit Jahren ist der Fackelmarsch auf dem Wartberg ein fester Termin im Kalender süddeutscher Nazis.
Dieses Jahr fällt der Termin des Aufmarsches auf einen Samstag. Zeigen wir ihnen, dass weder in Pforzheim, noch anderswo Platz für rassistische und rechte Hetze ist.
Treffpunkt für antifaschistische Proteste ist um 18.00 Uhr am Bahnof Pforzheim.
Aufruf: …nicht lange fackeln!
Das war der OdF-Tag 2018
27. November 2018
Mit fast 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war der diesjährige Gedenktag für die Opfer des Faschismus ein großer Erfolg. Eine noch nie dagewesene Bandbreite an Organisationen beteiligte sich und legte am Mahnmal für die Euthanasieopfer – stellvertretend für alle Opfer des Faschismus – Blumen nieder.
Wir bedanken uns bei:
Deutsche Friedensgesellschaft (DFG-VK)
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) + ver.di
DIDF / Internationaler Jugend und Kulturverein Karlsruhe e.V.
Deutsche Kommunistische Partei (DKP)
Redaktion der DRUCKSCHRIFT
Ettlinger Bündnis gegen Rassismus und Neonazis
die Falken – Sozialistische Jugend Deutschlands
Friedensinitiative Bruchsal + Pax Christi
Gewerkschaft Erziehung & Wissenschaft (GEW)
GRÜNE Karlsruhe
IG Metall
Initiative gegen Militärforschung an Universitäten
Interventionistische Linke (IL)
die LINKE Karlsruhe
Migrantinnenverein Karlsruhe e.V.
Naturfreunde Gruppe Karlsruhe
Offenes Antifa Treffen (OAT)
Offenes Treffen gegen Krieg und Militarisierung (OTKM)
RASH Karlsruhe
Rote Hilfe
Stadtjugendausschuss Karlsruhe e.V.
VVN-BdA Kreisverband Pforzheim-Enzkreis
Gedenktag für die Opfer des Faschismus 2018
30. Oktober 2018
Keine Aufrüstung der Speidel-Kaserne
24. September 2018
Gemeinsam mit der Friedensinitiative Bruchsal wehren wir uns gegen die Aufrüstung der Speidel-Kaserne in Bruchsal.
Kundgebungen am Mittwoch, 26. September und Donnerstag, 27. September jeweils von 15:00 bis 18:00 Uhr vor dem Amtsgericht Bruchsal (Schlossbereich). Anreise ab KA Hbf ab 14:30 Uhr auf Gleis 8 mit S32 (20 min Fahrt, KVV-Tarif) und Rückfahrt 17:58 Uhr für Ankunft in KA um 18:15 Uhr.
Flyer gibt es hier.
1. September – Antikriegstag
25. August 2018
Die VVN-BdA Karlsruhe unterstützt die Aktionen des Friedensbündnisses:
Nie wieder Krieg!
Abrüsten statt aufrüsten!
1. September, 14-17 Uhr Mahnwache von Friedensbündnis und DGB
Ort : Karlsruhe, Schlossplatz
Legen des Peace-Zeichens mit Blumen (bitte Blumen mitbringen!). Wir halten Transparente, verteilen Flugblätter, sammeln Unterschriften unter den Aufruf „Abrüsten statt aufrüsten“, betreuen einen Infostand.
Ebenfalls am 1. September findet um 17.30 Uhr auf dem Marktplatz eine Demonstration der „Seebrücke“ statt, zu der das Friedensbündnis aufruft.
Als Friedensbündnis beteiligen wir uns mit Transparenten rund um die beiden Themen „Keine Patenschaft für Kriegsschiffe/Weder Fregatte noch Korvette“ und „Internationale Solidarität statt Bundeswehreinsatz in Mali“ an der Demonstration.
Informationen zur geplanten neuen Patenschaft der Stadt Karlsruhe mit einem Kriegsschiff in der Webdoku von Dietrich Schulze.
Esther Bejarano und die Microphone Mafia: „Vom Mädchenorchester in Auschwitz zur Rap-Band gegen rechts“ – trotz ernster Thematik wurde viel gelacht
22. Juni 2018
von Gabi Kunze, Pfalz Express
Landau. Die Menschen standen am Donnerstagabend (14. Juni) Schlange vor dem Alten Kaufhaus in Landau. Die Sitzplätze in dem geschichtsträchtigen Gebäudekomplex reichten nicht aus, der Andrang war zu groß.
„Das ist ein gutes Zeichen, dass so viele gekommen sind“, meinte Bürgermeister Ingenthron, der stellvertretend für Oberbürgermeister Hirsch, der auch Schirmherr der Veranstaltung war, eine Begrüßungsrede hielt.
„Es werden immer weniger“, so Ingenthron, „die diese Zeit während der Naziherrschaft erlebt haben und darüber berichten können. Es dürfen aber die nicht weniger werden, die daran erinnern. Keiner will je wieder in einer Diktatur aufwachen.“
Es wäre eine Gemeinschaftsaufgabe, die niemals endet. Angesichts der Entwicklung der AfD, die sich „zunehmend in diese Richtung entwickelt und als eine Partei entpuppt mit solch einer Gesinnung“, gelte es, etwas dagegen zu tun.
Als die 93-jährige Esther Bejarano auf die Bühne trat, war es ein ergreifender Moment, was dem Publikum anzumerken war. Eine kleine Frau mit entschlossenem Gesichtsausdruck, die vor dem Mikrofon Platz nahm und mit fester Stimme aus ihrem Buch „Erinnerungen“ vorlas:
Kein Platz für rechte Hetze!
4. Juni 2018
Proteste gegen AfD-Kundgebung mit Björn Höcke in Bruchsal
Für den 2. Juni mobilisierte der AfD Stadtverband Bruchsal zu einer Kundgebung mit anschließendem „Spaziergang“ durch die Stadt. Als Hauptredner sprach Björn Höcke, der in der Vergangenheit bereits von einer „tausendjährigen Zukunft“ Deutschlands fantasierte und das Holocaust-Mahnmal in Berlin als „Denkmal der Schande“ bezeichnete. Sein Auftritt war eine echte Premiere im öffentlichen süddeutschen Raum.
Den 400 AfD-Anhängern, vermischt mit Neonazis und Hooligans, standen 1.200 Gegendemonstranten gegenüber. Das Bündnis „Wir für Menschlichkeit“ organisierte Infostände in der Innenstadt und eine bunte Menschenkette. Eberhard Schneider, Mitorganisator des Bündnisses, zeigte sich beeindruckt: „Das waren viel mehr als wir erwartet hatten. Wir haben ein ganz deutliches Zeichen gesetzt.“ Das Offene Antifaschistische Treffen (OAT) Karlsruhe ergänzte den Protest mit einer Kundgebung in Sicht- und Hörweite des rechten Aufmarschs.
In seiner Rede sagte der Kreissprecher der VVN-BdA: „Manchmal hilft es, in der Geschichte einen Schritt zurück zu gehen um die Gegenwart besser zu begreifen. Die Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald schworen nach ihrer Befreiung 1945 auf dem Appellplatz öffentlich: ‚Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.’ … Wir wissen heute, dass in der BRD die Chance zum Aufbau einer Welt des Friedens und der Freiheit nicht ergriffen wurde, dass die richtigen Lehren dem Kalten Krieg und dem Antikommunismus geopfert wurden… Es liegt heute in unserer Verantwortung, die richtigen Lehren aus den historischen Erfahrungen mit Faschismus und Krieg zu ziehen. Deshalb sind wir hier und deshalb vermiesen wir der AfD nachher ihren rechten Aufmarsch!“
„Kein Platz für rechte Hetze!“
1. Juni 2018
Aufruf des OAT Karlsruhe zum AfD-Auftritt in Bruchsal am 2. Juni
Für den 02. Juni mobilisiert der AfD Stadtverband Bruchsal zu einer Kundgebung am Friedrichsplatz mit anschließendem Marsch durch Bruchsal, zu dem verschiedene bekannte Gäste geladen sind.
Neben dem Landesvorsitzenden Ralf Özkara sowie den Landtagsabgeordneten Christina Baum und Rainer Balzer ist man wohl besonders stolz darauf, den prominenten rechten Demagogen Björn Höcke als Redner gewonnen zu haben, der für die AfD eines der wichtigsten und bedeutendsten Mitglieder ist und dessen Auftritt im öffentlichen süddeutschen Raum eine echte Premiere darstellt.
Höcke fiel durch häufige offen rassistische Aussagen auf und übernahm teils direkt die Sprache der deutschen Faschisten. So fantasierte er bereits von einem „tausendjährigen Bestehen“ und einer „tausendjährigen Zukunft“ Deutschlands, und proklamierte genetische Unterschiede zwischen Europäern und Afrikanern. Das Holocaust-Mahnmal in Berlin bezeichnete er als „Denkmal der Schande“
Höcke vertritt eine völkisch-nationalistische Gesellschaftsvorstellung und sucht den Schulterschluss mit der extrem Rechten. Er symbolisiert das wahre Gesicht der AfD und verkörpert die Werte des fortschreitenden gesellschaftlichen Rechtsrucks, der zunehmend zu einer Bedrohung für all jene wird, die nicht in das krude Weltbild der AfD passen.
Nun traut Björn Höcke sich erstmals auch in den öffentlichen Raum im Südwesten Deutschlands, nachdem er sich sonst kaum aus seinem ostdeutschen Habitat bewegte. Die Region scheint kaum zufällig gewählt zu sein: Seit Jahresbeginn kommt es in Kandel, unweit von Bruchsal, regelmäßig zu rechten Aufmärschen, unter anderem organisiert von Christina Baum und ihrem Bündnis „Kandel ist überall“.
Bruchsal war in der Vergangenheit schon Schauplatz rechter Aktivitäten. So wurde unter anderem 2016 der „Tag der Heimattreue“ veranstaltet, bei dem Nazis aus der ganzen Region unter Polizeischutz ihre faschistische Hetze auf die Straße tragen konnten. Die Region entwickelt sich zu einer rechten Wohlfühlzone, in der allerlei Rechte bequem marschieren können, während der Gegenprotest mit allen Mitteln zu ersticken versucht wird – es erscheint also wenig verwunderlich, dass man sich ausgerechnet Bruchsal für eine solche Aktion ausgesucht hat.
Die AfD versucht Rassismus, Sexismus und Ausgrenzung Andersdenkender gesellschaftsfähig zu machen, und hat damit auch Erfolg. Wir erleben einen immer stärkeren Rechtsruck und Gewalt gegen Geflüchtete, MigrantInnen und Andersdenkende nimmt zu. Nazis schrecken längst nicht mehr vor direkten Angriffen auf politische Gegner zurück. Dagegen gilt es konsequent vorzugehen und den Protest gegen die herrschenden Zustände auf die Straße zu tragen.
Kommt am 2. Juni nach Bruchsal und lasst Höckes Aufmarsch zum Desaster werden!











