9. November – Gedenkkundgebung für die Opfer der Reichspogromnacht
27. Oktober 2026

In der Kronenstraße 13 stand bis zur Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 die Synagoge der liberalen jüdischen Gemeinde. Diese wurde in jener Nacht ebenso in Brand gesteckt und zerstört, wie die Synagoge der orthodoxen jüdischen Gemeinde im Hof der Karl-Friedrich-Straße 16 nahe dem Marktplatz und die kleine Synagoge in Grötzingen. Damit wurden alle drei Karlsruher Synagogen in jener Nacht zerstört. Doch es brannten nicht nur die Synagogen. Auch jüdische Geschäfte, Fabriken und Wohnungen wurden von NS-Kommandos überfallen. In Karlsruhe wurden über 400 jüdische Männer zwischen 16 und 60 Jahren am Abend des 10. November im Zug nach dem Konzentrationslager Dachau in sogenannte „Schutzhaft“ verschleppt. Die Geschehnisse jener Nacht markierten den Übergang von der Diskriminierung jüdischer Menschen seit 1933 und deren Entrechtung durch die Nürnberger Gesetze seit 1935 in offenen Terror, der mit der Ermordung von sechs Millionen jüdischen Menschen endete.





